1/9 Die Brennnessel

Bis zum „Gründonnerstag“ am 9. April möchte ich Euch jeden Tag eine heimische Pflanze vorstellen. Wir haben solche Schätze vor unserer Haustüre, da lohnt es sich, etwas genauer hinzuschauen!

Anfangen möchte ich heute mit der Großen Brennnessel, der Urtica dioica. Sie gehört wahrscheinlich zu den verkanntesten Heilpflanzen. Dabei scheint es nichts zu geben, was an ihr nicht heilkräftig ist: Von der Blüte über Samen und Blätter bis zu den Wurzeln. Alle Pflanzenteile sind voller Wirkstoffe! Und sicher erkennen können wir sie dank ihrer Brennhaare auch. Es droht also kaum Verwechslungsgefahr.

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Inhaltsstoffe & Wirkung

Was mich an der Brennnessel so fasziniert ist, dass wir wirklich jedes Pflanzenteil verwenden können. Jedes hat andere Inhaltsstoffe und unterschiedliche Wirkungen auf unsere Gesundheit.

Inhaltsstoffe Brennnesselblättern

  • Eisen (mit sehr hoher Bioverfügbarkeit!) 
  • Bis zu 20% Mineralstoffe (Kalium, Kieselsäure, Mangan)
  • Vitamine (A, B2, B5, C, E und K)
  • Flavonoide
  • Chlorophyll

Wirkung von Blättern und Kraut

  • Stoffwechselfördernd
  • Harntreibend und harnsäureabführend
  • Blutbildend
  • Entzündungshemmend und antirheumatisch

Die ersten drei Wirkweisen – stoffwechselanregend, harntreibend und harnsäureabführend – machen die Brennnessel zu einer der wichtigsten Heilpflanzen für eine Frühjahrskur! Solltet Ihr also Lust auf frischen Brennnesseltee verspüren, nur zu. Wichtig ist allerdings, dass Ihr unbedingt ausreichend Wasser dazu trinkt. 2 Liter stilles Wasser sollte es am Tag mindestens sein.



Brennnesselsamen enthalten:

  • Vitamin E
  • Essenzielle Fettsäuren
  • Phytohormone

Wirkung der Samen:



Brennnesselwurzeln enthalten:

  • Gerbstoffe
  • Phytosterole
  • Isolektine

Wirkung der Wurzeln:

  • Entzündungshemmend
  • Immunsystem-modulierend
  • Verbessert Symptome bei gutartiger Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostatahyperplasie). Wobei ihr definitiv ein Arzt zu Rate gezogen werden sollte und auf Fertigpräparate zugegriffen werden muss.


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 Wenn nur das lästige Brennen nicht wäre! Stimmt schon, aber da gibt es ein paar Trick:

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Sie brennt nicht mehr, wenn sie:


» Mit Handschuhen geerntet wird
» Mit dem Nudelholz gequetscht wird
» Kleingehackt und/oder kräftig verrührt wird
» Mit heißem Wasser überbrüht und/oder gekocht wird


Die Brennnessel ist so unglaublich vielfältig einzusetzen, dass dieser Beitrag ein kleiner Roman über diese wunderbare Heilpflanze werden würde. Daher möchte ich Euch hier nur ein paar Anregungen geben, wie Ihr sie in der Küche nutzen könnt:

  • Ähnlich wie Spinat oder Mangold könnt Ihr die frischen Triebspitzen und Blätter in der Pfanne dünsten. Mit einer Zwiebel, etwas Feta und schwarzen Oliven ergibt das ein leckeres Nudelgericht.
  • In einer Quiche, Frittata oder auch einem Omelette lassen sich die Brennnesseltriebe mitbacken
  • Im grünen Smoothie kleinhäckseln
  • Mit kochendem Wasser überbrühen und als Tee getrunken

Mehr über die Brennnessel

Wusstet Ihr, dass die Brennnessel auch als Stofflieferant dient? Oder einen wunderbaren Dünger für den Biogarten ergebt? In diesem netten kleinen Film erfahrt Ihr noch viel mehr über diese wunderbare Heilpflanzen. Also, wenn Ihr das nächste Mal in Eurem Garten seit: Nicht mehr genervt Unkraut jähen, einfach Brennnesseln für das Mittagessen ernten ;o)

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