Kräuter-Kindergarten

Kräuter selbst zu ziehen macht ungeheure Freude. Das geht wahlweise über die Aussaat oder über die Vermehrung als Stecklinge. Dieses Jahr habe ich von einigen Kräutern Stecklinge geschnitten, die sich – bis heute – ganz gut entwickelt haben. Sie haben erste kleine Wurzeln entwickelt und ich kann sie nun umtopfen.

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Kleine Topf-Kunde

Die kleinen Kräuterstecklinge bekommen jeder einen eigenen Tontopf. Ich bevorzuge Tontöpfe und pflanze alle meine Kräuter in Tontöpfen. Das hat für mich folgende Vorteile:

  • Der Ton speichert Wasser und gibt es langsam wieder an die Erde im Topf ab. Ich „tunke“ meine Topfpflanzen gerne und lasse sie so lange im Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. So kann ich sicher sein, dass die Erde gut durchfeuchtet ist und der Ton auch noch etwas Wasser aufgenommen hat.
  • Tontöpfe gleichen Temperaturschwankungen besser aus. An heißen Sommertagen, wenn die Sonne auf die Töpfe scheint, heizt sich der Ton langsamer auf, als die schwarzen Plastiktöpfe. Nachts kühlt er langsamer runter. So wäre das ja auch, wenn die Wurzeln in der Erde in einem Blumen-, Kräuter- oder Staudenbeet wären.
  • Ich liebe die Patina, die alte Tontöpfe über die Jahre entwickeln. Aber das ist reine Geschmacksache.


Wichtig bei der Wahl der Töpfe ist – egal ob Plastik- oder Tontopf – sie sollten lieber etwas zu groß als zu klein gewählt werden. Das hat den Vorteil, dass die Wurzeln sich besser entwickeln und Ihr müsst auch weniger oft gießen, da ein etwas größerer Topf auch mehr Wasser speichern kann.

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Boden gut, alles gut

Meine Kräuterkinder kommen nun in eine Mischung aus Blumenerde und Sand. Natürlich gibt es auch besondere Kräutererde im Baumarkt, aber meine Kräuterkinder wurden bisher mit dieser Mischung aus Blumenerde und Sand plus ein paar Halmen getrocknetem Rasenschnitt immer groß und stark. Die Erde im Topf wässere ich bereits vor dem Einpflanzen schon mal, dann gibt es nachher keine Überschwemmung.



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Einpflanzen und wachsen lassen

Zitronenverbene, Eberraute, Mönchspfeffer und Johanniskraut haben ein neues Zuhause. In den ersten vier bis fünf Tagen lasse ich die Kräuterkinder im Schatten stehen, damit sie sich vom „Umzugsstress“ etwas erholen können und sich ihre Wurzeln im neuen Topf zurecht finden. In dieser Zeiten sollte der Topf auf keinen Fall austrocknen. Die Kräuter können nun wahlweise im Topf bleiben, oder Ihr könnt sie im Herbst auch ins Beet auspflanzen.

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