Kapuzinerkresse

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„Die Seerosenblätter, die an Land gingen“ So könnte ein Filmtitel über die Kapuzinerkresse lauten. Ihre Stiele sitzen nämlich, wie bei der Seerose, in der Blattmitte. Und wie die Seerose an der Wasseroberfläche treibt, schweben die Blätter der Kapuzinerkresse über den Blüten. Und damit nicht genug! Die Kapuzinerkresse kam mit holländischen Matrosen im 16 Jhr. zu uns. Natürlich – über die großen See.


Wirkungen

Die Kapuzinerkresse spielt in der heutigen Naturheilkunde zu Recht eine große Rolle, da sie antibiotische, antivirale und auch antimykotische Eigenschaften besitzt. Daher zählt sie neben dem Meerettich auch zu den „pflanzlichen Antibiotika“, auch Phytobiotika genannt. Studien kommen zu dem Ergebnis, dass Kapuzinerkresse eine hochwirksame pflanzliche Alternative zu chemisch-synthetischen Antibiotika ist. Daneben besteht längerfristig die Hoffnung, dass die Senföle den in Deutschland immer noch ansteigenden Gebrauch von Antibiotika mit der zunehmenden Problematik der Resistenzen senken können.
Zu den medizinisch bedeutsamen Inhaltsstoffen der Kapuzinerkresse gehören Senfölglykoside. Sie sind für den scharfen Geschmack verantwortlich und werden bei der Einnahme in Senföle umgewandelt. Angewendet werden Fertigpräparate der Kapuzinerkresse bei bakteriellen Infektionen, Harnwegs- und Atemwegsinfekten, bei Sinusitis, aber auch bei grippalen Infekten und Bronchitis.


Inhaltsstoffe

  • Senfölglykoside
  • Vitamin C und B
  • Flavonoide
  • Karotinoide
  • Mineralien

Anwendungen

Bei den aufgeführten Erkrankungen gibt es nur Fertigpräparate wie z. B.: ANGOCIN® Anti-Infekt N. In der Wildkräuterküche gibt es Kapuzinerknospen als Kapernersatz. Dazu kocht man die Knospen zusammen mit Salz, Essig und Wasser kurz auf, füllt die warme „Brühe“ mit den Knospen in ein sauberes Glasgefäß, verschließt es fest und lässt es abkühlen. Immer schön sind die bunten Blüten auf einem Sommersalat.


Anbau und Ernte

Der Boden sollte nicht zu nährstoffreich sein, sonst schießt die Kresse ins Blatt und bildet kaum Blüten. Geerntet werden können Blätter, Stiele und Blüten bis zum ersten Frost. Dann ist die Pracht für dieses Jahr vorbei. Und trocknen lässt sich die hübsche Südamerikanerin auch nicht: Dabei verliert sich ihre Heil- und Würzkraft.


Steckbrief

Botanischer NameTropaeolum majus
FamilieKapuzinerkressengewächse
(Tropaeolaceae)
Verwendetes PflanzenteilKraut (Tropaeoli maji herba)
BodenbeschaffenheitHumusreich
ph-WertNeutral, ph-Wert 6,5 bis 7,5
FeuchtigkeitFeucht
LichtverhältnisseSonnig, halbschattig
WuchshöheBis 300 cm
WuchsbreiteBis 300 cm
BlütezeitJuli bis zum Frost
BlütenfarbeGelb-orange bis rot
InsektenfreundlichKeine Angaben
FrosthärteNein
Ein- oder mehrjährigEinjährig