Malve

Slider image
Slider image
Slider image
Slider image
Slider image
Slider image


Wahrscheinlich bin ich der Tee-Industrie jahrelang auf den Leim gegangen: War ich doch immer der Meinung, das sei Malventee. Heute weiß ich, dass ich in den meisten Fällen mit ziemlicher Sicherheit Hibiskustee getrunken habe. Doch das ist nun passé: Ab diesem Sommer gibt es schönen, leckeren, dunkelblauen Malventee „Made by me“!


Wirkungen

Die Pflanzenschleime der Malve legen sich wie ein Wundpflaster über die entzündete Schleimhaut und wirken reizlindernd und schmerzstillend. Daher empfiehlt sich eine Behandlung mit Malve bei entzündeten Schleimhäuten des Atem-, Verdauungs- und Genitaltraktes. Der sanft einhüllende und oberflächlich abdichtende Schleim lässt die gereizte, entzündete Haut schneller heilen. Der Schleim verflüssigt zähes Bronchialsekret und erleichtert dadurch das Abhusten. Er lindert Reizhusten, Heiserkeit und Kehlkopfkatarrhe. Gleichzeitig unterstützt Malventee das Immunsystem.

Als kühlende, juckreizlindernde Kompresse lindert Malve Beschwerden bei trockener, entzündeter Haut, Wunden, Sonnenbrand oder auch überanstrengten Augen.

In der Volksheilkunde werden Malvenblüten und -blätter roh bei Verstopfungen eingesetzt, denn sie wirken mild abführend.


Inhaltsstoffe

  • Blüten: Bis zu 10% Schleimstoffe, wenig Gerbstoffe, Anthocyanglykoside, Spuren ätherischer Öle
  • Blätter: Bis zu 8 % Schleimstoffe, Flavonglykoside

Anwendungen

Grundsätzlich empfiehlt es sich bei schleimhaltigen Pflanzendrogen, auf Einnahmepausen zu achten, denn die Schleime legen einen schützenden Film über die Magenschleimhaut und verhindern die optimale Aufnahme der Nährstoffe: Also, 1 Woche einnehmen, 1 Woche Pause.
Um die Schleime optimal auszuziehen, empfiehlt es sich, die Blüten in kaltem Wasser 1 bis 2 Stunden ziehen zu lassen und nur lauwarm zu erwärmen.


Anbau und Ernte

Malvensamen im April einfach direkt an Ort und Stelle aussäen. Sie möchte es warm, windgeschützt und nicht zu trocken. Ein starker Schachtelhalmtee im Gießwasser schützt sie vor dem typischen Malvenrost. Zwischen Juni und August können ihre Blüten vormittags an Sonnentagen geerntet werden. Wegen der hohen Schimmelgefahr empfiehlt es sich, die filigranen Blüten künstlich zu trocknen.


Steckbrief

Botanischer NameMalva sylvestris var. mauritiana
FamilieMalvengewächse (Malvaceae)
Verwendetes PflanzenteilBlüten und Blätter
(Malvae flos/ folium)
BodenbeschaffenheitEher nährstoffarm
ph-WertNeutral, ph-Wert 7,5 bis 6,5
FeuchtigkeitTrocken, durchlässig
LichtverhältnisseSonnig
Wuchshöhe50 cm bis 100 cm
Wuchsbreite60 cm
BlütezeitJuni bis September
BlütenfarbeDunkelviolett
InsektenfreundlichJa, heimische Wildstaude
FrosthärteBis -25 °C
Ein- oder mehrjährigEinjährig, Selbstaussaat