Ringelblume

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Noch ist mein zukünftiges Heilpflanzenbeet mit Schnee bedeckt, doch vor meinem inneren Auge sehe ich schon die leuchtend orangenen Ringelblumen tanzen.
Warum ich mich so sehr auf die Ringelblume freue? Zum einen ist sie eine wunderbare Hautpflanze und zum anderen blüht sie den ganzen Sommer hindurch. Und je häufiger man sie erntet, um so üppiger! Wenn das keine Gründe sind!

 


Wirkungen

Die Ringelblume ist die Wund- und Hautpflanze schlechthin! Sie wird deutlich besser vertragen als Arnika und heilt auch schlecht heilende Wunden. Ihre Carotinoide (den höchsten Carotinoide-Gehalt haben orangene Blüten) wirken entzündungshemmend, granulationsfördernd und sorgen für einen raschen Wundverschluß. Sie unterstützen die Neubildung von Gewebe, machen die Haut geschmeidig, elastisch und weich und unterstützen die Narbenabheilung. Die ätherischen Öle und Flavonoide der Ringelblume wirken antibakteriell. Ihre Saponine haben eine antivirale Wirkung auf Grippe- und Herpesviren sowie eine antimykotische Wirkung auf verschiedene Pilze.

Ganz allgemein wirkt die Ringelblume haut- und schleimhautschützend, wundsekretsteigernd und durchblutungsfördernd. Sie kann bei Operationswunden genauso eingesetzt werden wie bei Ekzemen, Geschwüren, Furunkeln, Windeldermatitis, Verbrennungen oder als Augenlotion bei Bindehautentzündung. Sie stimuliert das Abwehrsystem und verhindert Bakterienwachstum.


Inhaltsstoffe

  • Triteroensaponine
  • Carotinoide
  • Schleime
  • Allantoin (besonders im Kelch – daher unbedingt immer das ganze Köpfchen ernten!)

Anwendungen

Für eine Tinktur werden die Blüten mit 45% Alkohol angesetzt, regelmäßig schütteln und nach ca. 3 Wochen abgießen. Im Verhältnis 1:10 verdünnen. Für eine Ringelblumensalbe zieht man 20 gr. frische Blüten für ca. 15 Min. in 100 ml Öl aus, seiht sie ab und gibt 15 gr Bienenwachs dazu.


Anbau und Ernte

Die Samen der einjährigen Ringelblume können zwischen März und April direkt an Ort und Stelle ausgesät werden. Sie sollten nicht zu dicht nebeneinander stehen, damit die einzelnen Pflanzen genug Licht und Luft bekommen. An sonnigen Tagen werden die voll erblühten Blütenköpfchen zwischen 11 und 12 Uhr geerntet, dann sollten sie zügig im Dunkeln getrocknet und luftdicht aufbewahrt werden.


Steckbrief

Botanischer NameCalendula officinalis
FamilieKorbblütler (Asteraceae)
Verwendetes PflanzenteilBlüte (Calendulae flos)
BodenbeschaffenheitLehmig
ph-WertNeutral, ph-Wert 7,5 bis 6,5
FeuchtigkeitEher trocken, durchlässig
LichtverhältnisseSonnig
Wuchshöhe30 cm bis 40 cm
Wuchsbreite10 cm
BlütezeitMai bis Oktober
BlütenfarbeGelb-orange
InsektenfreundlichJa
FrosthärteNein
Ein- oder mehrjährigEinjährig