7/9 Der Bärlauch

Mmh, dieser Duft! Dieses feine Knoblaucharoma. Einfach herrlich. Ist Euch eigentlich einmal aufgefallen, dass man den Bärlauch beim vorbei spazieren fast nicht riecht? Der typische Geruch der ätherischen Öle wird erst freigesetzt, wenn die Zellen „beschädigt“ werden. Sprich erst beim Pflücken, Zerreiben oder Kleinschneiden werden die duftenden Schwefelverbindungen freigesetzt. Es sind unter anderem diese Schwefelverbindungen, die den Bärlauch so gesund machen.

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Inhaltsstoffe & Wirkung

Bärlauch ist eine mächtige Heilpflanze, die bereits bei den Kelten und Germanen hoch im Kurs stand. Sie schrieben ihm im wahrsten Sinne des Wortes Bärenkräfte zu. Wahrscheinlich taucht deshalb sowohl im botanischen, als auch im deutschen Namen heute noch der Bär auf: Allium ursinum, „Ursus“ = der Bär. Und in der Tat weiß man heute (wieder) um die wertvollen Inhaltsstoffe der Bärlauchblätter:

  • Ätherische Öle mit Schwefelverbindungen
  • Senfölglykoside
  • Viele Mineralien und Spurenelemente wie Eisen, Kalium, Kalzium, Mangan, Selen und Phosphor
  • Reichlich Vitamin C, B1 und B2
  • Schleimstoffe

Wirkung Bärlauchblätter

  • Zur Unterstützung einer reinigenden Frühjahrskur
  • Vorbeugend bei altersbedingter Arteriosklerose:
    Bärlauch enthält 20 Mal mehr Adenosin als Knoblauch. Adenosin besitzt antioxidative Eigenschaften und schützt vor vorzeitiger Alterung.
  • Begleitend bei erhöhten Blutfettwerten und auch Bluthochdruck
  • Bei Appetitlosigkeit
  • Zur Anregung des Magen-Darm-Traktes
  • Bei Hautunreinheiten
  • Zur Darmsanierung und bei Fehlbesiedlung des Darms (Dybiose)

So lecker er beim Pflücken riecht, am nächsten Tag haben die lieben Mitmenschen es eben auch mitbekommen: Gestern gab es Bärlauch! Die Ausscheidung der Duftstoffe aus unserem Körper kann mehrere Tage dauern und geschieht über unseren Darm, die Nieren, die Haut und auch die Lunge. Und das ist auch gut, denn überall dort wirken sie.

…daher nutzt die aktuell aufgrund von Corona bzw. Covid-19 angeordnete Home-Office Zeit und schlemmt nach Herzenslust jeden Tag Bärlauch. Euer gesamter Körper und Eure Gesundheit werden es Euch danken. Und gibt es aktuell etwas Wichtigeres als unsere Gesundheit?



Wie erkenne ich Bärlauch?


Gute Frage! Denn gerade beim Bärlauch ist es super wichtig, dass Ihr ihn richtig erkennt. Er hat nämlich zwei, drei ähnlich anmutende „Kollegen“, die besser nicht in Eurem Kochtopf landen sollten. Finger weg von Maiglöckchen, Herbstzeitlose und auch Aronstab. Die sind alle drei giftig! Leider habe ich aktuell nur vom Aronstab ein Foto für Euch.

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Bärlauch

  • Vorkommen: Laubwälder. Kommt oft in Gruppen vor.
  • Blätter: Aus der schmalen Zwiebel treiben zwei lanzettliche Blätter mit dünnen, parallelen Blattnerven.
  • Blüte: Im Mai/Juni zeigt sich eine Dolde mit zahlreichen weißen Blüten.
  • Bärlauchblätter verströmen beim Zerreiben einen stark knoblauchartigen Geruch. Sie enthalten wie der Knoblauch schwefelhaltige Alliine, die gegen Arterienverkalkung, Bluthochdruck und Appetitlosigkeit helfen.


Maiglöckchen

  • Vorkommen: Laubwälder. Kommt oft in Gruppen vor.
  • Blätter: Aus dem verzweigten Wurzelstock treiben 2 übereinanderstehende, lanzettliche Blätter. Junge Blätter sind längs gerollt.
  • Blüte: Im Mai/Juni zeigt sich eine Traube mit 5 bis 10 nickenden, kugelig glockigen, starkduftenden weißen Blüten.
  • Das Maiglöckchen enthält herzwirksame Glykoside, die zu Vergiftungen mit Kopfschmerz, Benommenheit, unregelmäßigem Herzschlag und Herzstillstand führen können.


Herbstzeitlose

  • Vorkommen: Feuchte, extensiv genutzte (Mager-)Wiesen
  • Blätter: 3 bis 4 Blätter erscheinen im Frühjahr, meist lanzettähnlich 8 bis 25 cm lang. Glatt und unbehaart.
  • Blüte: Die lila, rosa oder weiße Blüte treibt zwischen August und November direkt aus der Knolle. Oberirdischer Blütenteil 5 bis 20 cm lang.
  • Die Herbstzeitlose enthält das hochgiftige Alkaloid Colchicin, das zu Krämpfen, Lähmung und dem Tod führen kann.


Aronstab

  • Vorkommen: Laub- und Auenwälder sowie Hecke. Auf frischen, nährstoffreichen Böden in Schattenlage. Bevorzugt lehmige und kalkhaltige Lagen.
  • Blätter: Die Blätter erscheinen ab März vor den Blüten. Sie sind leicht glänzend, pfeilförmig und haben einen glatten Stiel (siehe auch Foto). Zwischen 15 und 25 cm lang.
  • Blüte: Typische bauchige Blüte, die im Aufbau an eine Sektflöte erinnert. Es bildet sich eine Frucht mit vielen kleinen, eng aneinander sitzenden rot-orangenen Kugeln.


Bärlauch in der Küche

Am besten immer frisch! Ob im Salat, in einer leckeren Bärlauch-Butter der als klassisches Pesto: Bärlauch findet in der Küche immer einen Platz. Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Lasst es Euch schmecken!

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